Horizonte erweitern

Die HERMA Gruppe und das US-amerikanische Unternehmen Wausau Coated Products (WCP) haben eine strategische Partnerschaft für Haftmaterial geschlossen.Gemeinsam neue Märkte entwickeln und Kunden mit einem erweiterten Produktspektrum begeistern: Zu diesem Ziel haben die beiden Etiketten-Haftmaterialspezialisten Wausau Coated Products (WCP) mit Hauptsitz in Wausau, Wisconsin, USA, und die HERMA Gruppe mit Hauptsitz in Filderstadt, Deutschland, eine strategische Partnerschaft geschlossen. "Unsere beiden Unternehmen ergänzen sich optimal in ihrem Produktportfolio und ihrer bisherigen Marktbearbeitung", betont Ben Reif, President und CEO von WCP. "So erlaubt die von HERMA perfektionierte Mehrschichttechnologie zum Beispiel den Einsatz von Standard-Haftmaterialien in beeindruckender Weise selbst für anspruchsvolle Anwendungen." Umgekehrt unterstreicht HERMA Geschäftsführer Dr. Guido Spachtholz die umfassende Expertise des neuen strategischen Partners auf einem anderen Gebiet: "Wenn es um Haftmaterial für ausgefallene Spezialetiketten, etwa für Wein, Spirituosen und Getränke geht, ist WCP weit über Amerika hinaus ein präferierter Entwicklungspartner für Etikettendrucker und Etikettenverwender."

Gemeinsam neue Märkte entwickeln
Im Fokus der Partnerschaft steht zunächst die Vermarktung definierter Produkte unter dem Markennamen des jeweiligen Herstellers. So wird WCP verschiedene HERMA Haftmaterialien im mexikanischen Markt vertreiben, wo das deutsche Unternehmen bislang nicht aktiv war. WCP dagegen betreibt dort bereits seit Jahren ein Schneidezentrum - und wird HERMA Produkte erstmals Anfang April auf der Labelexpo Mexiko in Guadalajara präsentieren (Stand D97). "Mit dem Haftmaterial von HERMA können wir unseren zahlreichen Kunden dort noch besser Lösungen aus einer Hand anbieten und unsere Kompetenz als Problemlöser auch für volumenstarke Anwendungen unterstreichen", erläutert Dave Rosen, Chief Growth Officer von WCP. HERMA vertreibt im Gegenzug WCP Spezialmaterialien für Spirituosen- und Weinetiketten in ausgewählten europäischen Märkten, beginnend mit Großbritannien. "Das ist ein sehr attraktiver und sich dynamisch entwickelnder Markt. Dessen Potenzial konnten wir aus Kapazitätsgründen bislang nur in Ansätzen ausschöpfen. Jetzt können wir diesen Markt perfekt bedienen sowie interessante und innovative Lösungen anbieten", erläutert Harald Wallner, Director Sales International bei HERMA. Dabei handelt es sich zum Beispiel um sehr hochwertig strukturierte Papiere, die etwa bei britischen Whisky- und Gin-Herstellern hoch im Kurs stehen. Auch um kurze Lieferzeiten sicherzustellen, wird die englische Tochtergesellschaft HERMA UK, die ein eigenes Schneidezentrum in Newbury betreibt, auf WCP-Produkte zurückgreifen.

Unabhängigkeit beider Unternehmen sichergestellt
Beide Unternehmen betonen, keinerlei gesellschaftsrechtliche Verbindung oder gegenseitige Kapitalbeteiligung anzustreben. "Sowohl WCP als auch HERMA befinden sich im Familienbesitz. Das ist unsere gemeinsame DNA. Daran wollen wir nichts ändern", betont Dave Rosen. Heiko Henninger, HERMA Direktor Unternehmensentwicklung & Recht, erläutert weiter: "Mit dieser Kooperation bündeln wir die individuellen und sich ergänzenden Stärken beider Partner und eröffnen uns die Möglichkeit zu synergetischem Wachstum über Kontinente hinweg und bleiben dabei unabhängig. Dies bietet unseren Kunden einen größeren Wert und eine größere Auswahl in einer sich konsolidierenden Branche." Dr. Guido Spachtholz ergänzt: "In beiden Fällen sind die Eigentümer bekannt dafür, sehr langfristig und vorausschauend zu handeln. Stabile und verlässliche Partnerschaften waren damit schon immer eine wichtige Grundlage der Entwicklung unserer Unternehmen. Der gemeinsame Spirit, die gelebte Hands-on-Mentalität und die absolute Kundenorientierung beider Unternehmen ergeben ein perfektes Match. Wir freuen uns sehr auf Kommendes."