
BVDM-Konjunkturtelegramm: Deutsche Druck- und Medienindustrie
Der saison- und kalenderbereinigte Geschäftslageindex verzeichnete im Januar 2026 einen Zuwachs gegenüber dem Vormonat und notierte mit 83,6 Punkten rund 0,8 Prozent über dem Wert vom Dezember 2025 sowie rund 2,3 Prozent über dem entsprechenden Vorjahresniveau. Diese Entwicklung ist auf eine veränderte Lagebewertung der Unternehmen zurückzuführen. 7 Prozent der befragten Betriebe schätzten ihre aktuelle Geschäftslage als positiv ein, 39 Prozent bewerteten sie als negativ, während 53 Prozent von einer befriedigenden Lage ausgingen. Der saisonbereinigte Saldo lag mit -27 Prozentpunkten 2 Punkte höher als noch im Dezember 2025. Trotz dieser leichten Aufhellung bleibt die Geschäfts- und Auftragslage weiterhin angespannt. Lediglich 5 Prozent der Unternehmen bewerteten ihren Auftragsbestand positiv, während 50 Prozent eine negative Einschätzung abgaben. 45 Prozent stuften ihre Auftragslage als neutral ein. Zudem berichten 46 Prozent der Unternehmen über Produktionshemmnisse. Der Auftragsmangel stellt mit 40 Prozent das mit Abstand am häufigsten genannten Hemmnis dar, gefolgt vom Fachkräftemangel mit 25 Prozent. Diese Belastungsfaktoren sind vor allem auf die weiterhin schwache gesamtwirtschaftliche Lage zurückzuführen und spiegeln sich auch in der weiterhin niedrigen Kapazitätsauslastung von 72,6 Prozent im Januar wider.
Die Geschäftserwartungen der Unternehmen der Druck- und Medienindustrie für die kommenden sechs Monate haben sich im Januar 2026 wieder verbessert. Der saisonbereinigte Index der Geschäftserwartungen stieg gegenüber dem Vormonat deutlich um 4,2 Prozent auf 93,9 Punkte. Damit liegt der Wert 3,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Lediglich 5 Prozent der Unternehmen erwarten eine bessere Geschäftslage, 28 Prozent rechnen mit einer Eintrübung. Im Vormonat rechneten noch 44 Prozent der Unternehmen mit einer Eintrübung der Geschäftslage, was auf eine optimistischere Stimmung hinweist. 67 Prozent der Befragten gehen von einer gleichbleibenden Geschäftsentwicklung in den nächsten sechs Monaten aus. Der daraus resultierende saisonbereinigte Saldo verbesserte sich deutlich auf -19 Prozentpunkte, nachdem er im Vormonat noch -26 Prozentpunkte betragen hatte. Auch erwarten mehr Unternehmen steigende als sinkende Preise in den nächsten drei Monaten. Mit einem Saldo von 6 Prozentpunkten fällt dieser Unterschied jedoch gering aus. Die meisten Unternehmen (89 Prozent) gehen von gleichbleibenden Preisen aus.