
Wirtschaft im Dialog: Wie Deutschland wieder auf Wachstumskurs kommt
In seinem Impulsvortrag zeichnete Dr. Carsten Linnemann ein klares Bild der aktuellen Lage: "Deutschland befindet sich wirtschaftlich in einer strukturellen Schwächephase. Unternehmen kämpfen nicht nur mit konjunkturellen Effekten, sondern mit grundsätzlichen Standortnachteilen, insbesondere bei Steuern und Sozialabgaben", so Linnemann. "Wir brauchen wieder mehr Mut zu wirtschaftspolitischen Reformen - weniger Bürokratie, schnellere Verfahren und klare Anreize für Leistung und Investitionen."
Auch Dr. Rainer Dulger mahnte in seinem Grußwort entschlossenes Handeln an: "Deutschland braucht jetzt einen Wirtschaftskanzler, der seine außenpolitische Stärke mit innenpolitischer Reformkraft verbindet. Unser Land verliert Tempo: Ein Sozialstaat voller Fehlanreize, eine erstickende Bürokratie und ein Arbeitszeitrecht aus der analogen Welt bremsen Wachstum und Beschäftigung. Arbeit muss sich wieder spürbar lohnen, Bildung verlässliche Qualität liefern und Europa bei Freihandel und Wettbewerbsfähigkeit vorangehen. Nur wenn wir jetzt konsequent umsteuern und den Fokus wieder auf Wertschöpfung, Leistung und Wachstum legen, sichern wir Wohlstand, soziale Stabilität und Zukunftsfähigkeit unseres Landes."
Beim anschließenden Austausch diskutierten Dr. Carsten Linnemann, Christiane Staab und Dr. Dulger mit den anwesenden Wirtschaftsvertretern über drängende Themen wie Steuerlast, Sozialabgaben, Fachkräftesicherung, Energiepreise und Investitionshemmnisse. Besondere Aufmerksamkeit galt dabei der Schlüsselrolle des Mittelstands für Baden-Württemberg. Einig waren sich alle Beteiligten in der Forderung nach deutlich mehr Tempo bei politischen Entscheidungsprozessen.