OE-A-Geschäftsklimaumfrage 2026 für flexible und gedruckteElektronik: Wachstum überwiegt Unsicherheit

"Die Branche ist trotz Unsicherheiten klar auf Wachstumskurs: Unternehmen investieren gezielt in Technologie, Kapazitäten und neue Talente - ein deutliches Zeichen für starke Nachfrage und großes Vertrauen in die Zukunft gedruckter Elektronik", kommentiert Dr. Klaus Hecker, Geschäftsführer der OE-A, die jüngsten Ergebnisse der Geschäftsklimaumfrage.  Die OE‑A Mitglieder rechnen in diesem Jahr mit einem Umsatzwachstum von 7 Prozent, nach 14 Prozent in der letzten Erhebung. "Dennoch bleibt die Stimmung positiv: Die gedruckte Elektronik wächst weiter - trotz geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Herausforderungen. Die Industrie denkt klar voraus, was sich auch in einer verbesserten Prognose für 2027 mit einem erwarteten Wachstum von 10 Prozent zeigt.", sagt Hecker.
Die halbjährliche OE‑A Geschäftsklimaumfrage erfasst Daten von OE‑A Mitgliedern entlang der gesamten Wertschöpfungskette - von F&E‑Instituten über Materiallieferanten und Hersteller bis hin zu Endanwendern. Sie liefert qualitative Einschätzungen zu Umsatz, Auftragseingang, Investitionen und Beschäftigung. Durchgeführt wird die Umfrage von der OE‑A, der internationalen Arbeitsgemeinschaft für flexible und gedruckte Elektronik im VDMA.

OE-A erwartet Umsatzwachstum von 10 Prozent bis 2027
Die Umfrage zeigt, dass die Industrie insgesamt sehr zuversichtlich ist: 73 Prozent der befragten OE‑A Mitglieder gehen davon aus, dass die gedruckte Elektronikindustrie in diesem Jahr weiterwachsen wird (Okt. 2025: 58 Prozent). In der aktuellen Umfrage geben knapp ein Drittel der Befragten an, in den kommenden sechs Monaten mehr in die Produktion investieren zu wollen und 70 Prozent der Unternehmen wollen das Investitionsniveau halten. Bei der Beschäftigung planen 84 Prozent der Mitglieder mehr Personal einzustellen, in der Oktober-Erhebung 2025 waren es nur 30 Prozent. Ermutigend ist auch der gestiegene Fokus auf Innovation: 94 Prozent der Unternehmen wollen ihre F&E‑Aktivitäten ausbauen (Okt. 2025: 74 Prozent).

Optimismus überwiegt
Diese Werte liegen deutlich über den Werten der letzten Umfrage. "Trotz der geschrumpften Erwartung für das Umsatzwachstum ist das Geschäftsklima an vielen Stellen positiver im Vergleich zum Vorjahr. Die Ergebnisse zeigen klar: Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen beeinflussen unsere Industrie aber sie bremsen sie nicht aus. Gleichzeitig unterstreichen die intensiveren F&E‑Aktivitäten und die Steigerung bei Investitionen und Beschäftigung, dass sich die Unternehmen aktiv auf eine chancenreiche Zeit in einem dynamischen Markt vorbereiten", erläutert Klaus Hecker.