
Nicht nur sauber, sondern Bio: erster Ceresana-Report zum europäischen Markt für bio-basierte Tenside
Besonders für Wasserlebewesen, aber auch für die menschliche Haut können bio-basierte Tenside besser verträglich sein als herkömmliche fossile Produkte. Tenside können als oberflächenaktive Substanzen die Ablösung von Schmutz erleichtern, Schaum bilden und die Vermischung von Wasser und Öl ermöglichen. Daher sind sie der Hauptbestandteil von Waschpulver und flüssigen Reinigungsmitteln. In Europa sind Haushaltswasch- und Reinigungsmittel für bio-basierte Tenside der mit Abstand wichtigste Absatzmarkt: rund 46 % des gesamten Umsatzes. Dahinter folgen Körperpflegeprodukte und Kosmetika sowie industrielle Reinigungsmittel. Gebraucht werden die vielseitigen Chemikalien aber für die unterschiedlichsten Einsatzgebiete, zum Beispiel auch als Emulgatoren in Hautcreme, als Dispergiermittel in Farben und Druckertinten, als antistatische Additive in Kunststoffen und Textilfasern oder als Benetzungsmittel in Düngern und Pflanzenschutzmitteln. In Zahnpasta stecken Tenside ebenso wie in Kühlschmiermitteln, Löschschaum, Desinfektions- oder Verhütungsmitteln. Industrielle Anwendungen sind zum Beispiel die Erzgewinnung und die Bioremediation von Erdöl-Feldern.
Bio-Ökonomie mit Biomasse
Alle Tenside haben einen wasserabweisenden und einen wasseranziehenden Teil, die jeweils beide bio-basiert sein können. Zuckertenside können zum Beispiel aus Kokos-Fettalkoholen und Glucose bestehen. Die aktuell bedeutendsten Zuckertenside sind die stark schäumenden Alkylpolyglycoside (APGs): nicht-ionische Tenside, die rein auf Pflanzenbasis produziert werden können. APGs sind weniger härteempfindlich als anionische Tenside, wirken bereits bei niedrigeren Temperaturen, sind hautverträglich, ungiftig und biologisch abbaubar. Mit diesen umweltfreundlichen Eigenschaften könnten APGs zu einer Alternative für Lineare Alkylbenzolsulfate (LAS) werden, die heute noch meistverbrauchten Erdöl-Tenside. Vielversprechende Bio-Chemikalien sind auch Glykolipide, zum Beispiel Sophorolipide und Rhamnolipide. Für viele Anwendungen werden Tenside mit anderen Chemikalien gemischt, in Waschmitteln zum Beispiel mit Komplexbildnern, die im Idealfall ebenfalls als Bio-Versionen erhältlich sind. Mischungen von petrochemischen und biogenen Chemikalien werden als "bioattribuiert", "anteilig bio-basiert" oder "massenbilanzierte Sorten" vermarktet. Der anhaltende Trend zu Bio verringert nicht nur die Abhängigkeit von Erdöl und Erdgas, sondern eröffnet auch neue Verwertungsmöglichkeiten für organische Reststoffe, etwa für Nebenprodukte der Papierindustrie und der Biotreibstoff-Produktion oder auch für Lebensmittel-Abfälle von Supermärkten.
Der erste Europa-Marktreport "Bio-basierte Tenside":
Kapitel 1 der neuen Studie von Ceresana bietet eine umfassende Analyse des europäischen Markts für bio-basierte Tenside - einschließlich Prognosen bis 2034. In dem Marktreport wird jeweils die Entwicklung von Verbrauch (in Tonnen) und Umsatz (in Dollar und Euro) erläutert. Verbrauch und Umsatz von Bio-Tensiden werden auch für die einzelnen Anwendungsgebiete aufgegliedert.
Der Verbrauch wird dabei für diese Produkttypen erfasst:
• Anionische Tenside
• Kationische Tenside
• Nicht-ionische Tenside
• Sonstige Tenside.
In Kapitel 2 wird der Tensid-Absatz für 18 Länder einzeln betrachtet, das heißt für die größten nationalen Tensid-Märkte in Europa: außer den wichtigsten EU-Staaten auch für Russland, die Schweiz, die Türkei und das Vereinigte Königreich. Dargestellt werden dabei jeweils Verbrauch und Umsatz von Bio-Tensiden.
Zudem werden der Verbrauch für die bereits genannten Produkttypen sowie der Verbrauch und Umsatz für diese Anwendungen aufgegliedert:
• Wasch- und Reinigungsmittel,
• Industrielle Reinigungsmittel
• Körperpflege und Kosmetika
• Textilien und Leder
• Farben und Kunststoffe
• Sonstige Anwendungen.
Kapitel 3 bietet nützliche Unternehmensprofile der bedeutendsten Hersteller von bio-basierten Tensiden, übersichtlich gegliedert nach Kontaktdaten, Umsatz, Gewinn, Produktpalette, Produktionsstätten und Kurzprofil. Die Studie enthält ausführliche Profile der 30 wichtigsten Produzenten, darunter Arkema S.A., BASF SE, Clariant International Ltd., Croda International Plc, Evonik Industries AG, Givaudan SA, Nouryon Specialty Chemicals B.V. und Syensqo S.A.