
TOWARDS ZERO: Steinbeis Papier macht den Weg zur Klimaneutralität bis 2040 transparent und messbar
Ambitionierte Etappenziele: 96 % weniger direkte Emissionen bis 2030
Mit TOWARDS ZERO setzt sich Steinbeis Papier klare und ambitionierte Zwischenziele auf dem Weg zur Klimaneutralität 2040: Bis 2030 werden die direkten und indirekten Emissionen (Scope 1 und 2) um 96 % und die Gesamtemissionen über die ganze Wertschöpfungskette (Scope 1 bis 3) um 73 % gesenkt - jeweils im Vergleich zum Basisjahr 1990. Diese messbaren Meilensteine machen den Fortschritt transparent und nachvollziehbar.
Transparenz als Kompass: Vollständige CO₂-Bilanzierung nach internationalem Standard
Im Zentrum der TOWARDS ZERO-Strategie steht eine umfassende Klimabilanz nach dem international führenden Greenhouse Gas (GHG) Protocol. Steinbeis Papier erfasst dabei nicht nur die direkten Emissionen am Standort Glückstadt (Scope 1) und die indirekten Emissionen aus dem Bereich Energie (Scope 2), sondern vollständig auch alle Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette (Scope 3) - von der Rohstoffbeschaffung über Logistik bis zu Dienstreisen. Diese ganzheitliche Erfassung ermöglicht es, die größten Hebel für den Klimaschutz präzise zu identifizieren und gezielt anzusetzen.
"Der Corporate Carbon Footprint ist unser Kompass auf dem Weg zu TOWARDS ZERO", erklärt Andreas Steenbock, Nachhaltigkeitsmanager bei Steinbeis Papier. "Wir kommunizieren ihn transparent, denn nur so schaffen wir Vertrauen und können gemeinsam mit unseren Partnern die größten Hebel für den Klimaschutz identifizieren."
Konkrete Maßnahmen: Von der Grünstrom-Offensive bis zu Zukunftstechnologien
Der Weg zur Klimaneutralität folgt einem klaren Fahrplan mit messbaren Etappen:
● Grünstrom-Offensive: Steinbeis steigert den Anteil an Grünstrom aus der eigenen Unternehmensgruppe schrittweise auf ca. 80 % im Jahr 2026 und erreicht 2030 die vollständige Versorgung mit 100 % nachhaltig erzeugtem Strom.
● Effizienzsteigerung: Bis 2040 wird die Energieeffizienz um weitere 1,5 % gesteigert. Jede eingesparte Kilowattstunde reduziert direkt die CO₂-Bilanz.
● Einbindung der Lieferkette: Klimaschutz endet nicht am Werkstor. Steinbeis bindet Lieferanten und Partner aktiv ein, um gemeinsam Emissionen im gesamten Einflussbereich zu reduzieren.
● Zukunftstechnologien: Ab 2040 sind gezielte Investitionen in Carbon-Capture-Technologien (CCS) beabsichtigt, um auch schwer vermeidbare Emissionen zu eliminieren und darüber hinaus CO2 negativ zu werden. Parallel wird der Einsatz von grünem Wasserstoff evaluiert.
Ganzheitliche Kreisläufe als Fundament
Die Basis für TOWARDS ZERO bilden die vier ganzheitlichen Kreisläufe, die seit Jahrzehnten die Produktion in Glückstadt prägen: der Papierkreislauf (100 % Altpapier statt Frischfaser), der Wasserkreislauf (weitestgehend geschlossen, ausschließlich Oberflächenwasser aus der Elbe), der Energiekreislauf (integriertes Kraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung) und die Reststoffverwertung (Abfälle werden zu Energie). Diese Kreisläufe ermöglichen im Vergleich zur Herstellung von Frischfaserpapieren nachweislich 100 % weniger Holzverbrauch, 79 % weniger Wasser und 73 % weniger Energie - belegt durch Ökobilanzen des Umweltbundesamtes.
"Wir sind überzeugt, dass wir bis 2040 klimaneutral produzieren können", betont Marc Gebauer, Geschäftsführer von Steinbeis Papier. "Das erfordert Mut, Investitionen und den Glauben an unsere Innovationskraft. Aber es ist der einzige Weg für eine zukunftsfähige Industrie."
Einladung zur Zusammenarbeit
TOWARDS ZERO versteht Steinbeis Papier nicht als Alleingang, sondern als Einladung an Kunden, Lieferanten und Partner. Ein tiefgreifender Wandel hin zu einer wirklich nachhaltigen Industrie gelingt nur gemeinsam.