Neue Durst Tau G3 bei Etisys im Praxistest

Die Etisys Etikettierlösungen GmbH in Roßhaupten hat im September 2025 die neue Inkjet-Druckmaschine Tau G3 des Südtiroler Herstellers Durst als Feldtestkunde in Betrieb genommen. Begleitet wird der Feldtest von der Chromos Deutschland GmbH, die langjähriger Vertriebspartner der Firma Durst ist.Nach mehreren Jahren Einsatz des Vorgängermodells Tau E markiert die Installation der neuen Generation nach Angaben von Etisys-Geschäftsführer Thomas Wirkotsch einen deutlichen Entwicklungssprung. Trotzdem gelang der Produktionsstart ohne nennenswerte Anlaufphase. Dank vorhandener Erfahrung mit der Durst-Technologie sowie intensiver Schulung beim Hersteller in Brixen und in der Druckerei vor Ort konnte die Fertigung kommerzieller Aufträge umgehend aufgenommen werden.

Einen entscheidenden Fortschritt bietet die neue Tau G3 bei der Weiterverarbeitbarkeit von Etiketten, z.B. bei Thermotransferdruck und Heißfolienprägung. Ein Schlüssel dazu ist die jüngste Generation an LED-Tinten, deren Rezeptur BPA- und TPO-frei ist sowie aktuelle gesetzliche Vorgaben erfüllt. "Das setzt lediglich voraus, dass ein von uns empfohlenes Farbband verwendet wird, dessen Eignung wir durch umfangreiche Testreihen ermittelt haben", erklärt Thomas Wirkotsch. Als gelunge Beispiele für eine praxisnahe Optimierung der Maschine nennt er die verbesserte Bedienerfreundlichkeit und Ergonomie, etwa beim neu gestalteten Rollenwechsel.

Zu den technischen Highlights zählen weiterhin das automatische Registerkontrollsystem (ARC), das Einrichtezeiten und Makulatur reduziert, sowie der Materialkantenschutz (MEP), der Druckköpfe zuverlässig schützt. Auch die Produktivität wurde deutlich gesteigert. Lag das Maximum mit Weißdruck vorher bei 36 m/min, erreicht die Tau G3 Core in Roßhaupten inzwischen 61 m/min. Für Etisys eröffnet das neue wirtschaftliche Spielräume. Da sich der Inkjet-Druck damit dem konventionellen Flexodruck weiter annähert, kann das Unternehmen einen wachsenden Teil der Aufträge alternativ kalkulieren und stets das Verfahren einsetzen, das für die jeweilige Anwendung am besten geeignet ist.