
Friedrich Pustet investiert in HP PageWide T490 und baut digitale Buchproduktion weiter aus
Bereits in der Vergangenheit nutzte Pustet digitale Drucksysteme für kleinere Auflagen. Mit der Installation der HP PageWide T490 geht das Unternehmen nun den nächsten Schritt und setzt auf High-Speed Inkjet für höheres Druckvolumen. Damit sind die Weichen für eine flexible Buchproduktion gestellt, die näher an den heute benötigten Prozessen für die Verlagswelt sind. Digitale Produktionsprozesse ermöglichen es, Bücher bedarfsgerecht und ohne lange Vorlaufzeiten herzustellen - ein zunehmend entscheidender Faktor im Verlagsmarkt.
Jakob Pustet, der in siebter Generation Teil der Geschäftsführung ist, ordnet die Investition wie folgt ein: "Wir sehen Digitaldruck nicht als Ersatz, sondern als sinnvolle Ergänzung zu unserem Offsetgeschäft. Die Kombination beider Technologien gibt uns die nötige Flexibilität für unterschiedliche Anforderungen im Buchmarkt."
Effizientere Prozesse durch integrierte Produktionsabläufe
Ein wesentlicher Vorteil des digitalen Rollendrucks liegt im kontinuierlichen Produktionsfluss: Im Gegensatz zum Offsetdruck, bei dem zunächst der gesamte Druckauftrag abgeschlossen wird, bevor die Weiterverarbeitung beginnt, können digitale Prozesse Druck und Weiterverarbeitung eng verzahnen. Das Ergebnis sind deutlich kürzere Durchlaufzeiten und spürbar niedrigere Prozesskosten. Gleichzeitig entfallen mehrere Zwischenschritte des klassischen Offset‑Workflows - darunter das separate Zusammentragen einzelner Buchblöcke.
Auch wirtschaftlich eröffnet der digitale Rollendruck neue Spielräume. Kleinere Auflagen lassen sich jetzt kosteneffizienter produzieren. Die Rentabilitätsschwelle für neidrigere Auflagen sinkt deutlich, wodurch Verlagskunden von geringeren Lager- und Entsorgungskosten von Restbeständen profitieren. Damit reagiert Pustet gezielt auf veränderte Marktanforderungen im Buchdruck.
Die HP PageWide Web Press T490 druckt im Performance‑Modus mit bis zu 305 Metern pro Minute bei einer Druckbreite von bis zu 1.060 Millimetern und ist auf eine hohe industrielle Auslastung ausgelegt.
Durchgängige Inline-Weiterverarbeitung
Parallel zur Druckmaschine investierte Pustet in eine SigmaLine‑Weiterverarbeitung von Müller Martini sowie einen Pluton-Palettierer von Solema. Mit dieser Produktionslinie setzt Pustet auf eine hochautomatisierte Inline‑Weiterverarbeitung, die Druck und Buchblockfertigung direkt miteinander verbindet.
Florian Hetzenecker, Betriebsleiter bei Friedrich Pustet: "Die Installation der Anlage verlief reibungslos - alles hat sehr gut funktioniert. Die unterschiedlichen Teams haben Hand-in-Hand zusammengearbeitet und wir können alle sehr stolz sein. Mit dieser Investition schaffen wir die Grundlage, um unsere Buchproduktion langfristig flexibel und zukunftsfähig auszurichten."
Das erste digital gedruckte Buch aus der neuen Produktionslinie wird am 15. Juni in der Buchproduktion in Regensburg gefertigt.