
BVDM-Konjunkturtelegramm: Deutsche Druck- und Medienindustrie
Der saison- und kalenderbereinigte Geschäftslageindex verzeichnete im Juni 2026 einen Zuwachs von 3,1 Prozent gegenüber dem Vormonat und notierte mit 90,1 Punkten rund 5,9 Prozent über dem entsprechenden Vorjahresniveau. Diese Entwicklung ist auf eine veränderte Lagebewertung der Unternehmen zurückzuführen. 8 Prozent der befragten Betriebe schätzten ihre aktuelle Geschäftslage als positiv ein, 22 Prozent bewerteten sie als negativ, während 70 Prozent von einer befriedigenden Lage ausgingen. Der saisonbereinigte Saldo verbesserte sich um 5 Prozentpunkte von -19 auf -14 Punkte.
Die Beurteilung des Auftragsbestands hat sich im Juni wieder verbessert: 6 Prozent der befragten Unternehmen bewerten ihren Auftragsbestand positiv, 62 Prozent befriedigend und 32 Prozent negativ. Der sich ergebende Saldo von -27 Prozentpunkten stellt dennoch eine Verbesserung zum Saldo des Vorjahresmonats von -46 Prozentpunkten dar. Allerdings bleibt die Geschäfts- und Auftragslage weiterhin angespannt.
Die Geschäftserwartungen der Unternehmen der Druck- und Medienindustrie für die kommenden sechs Monate haben sich im Juni 2026 wieder verbessert. Der saisonbereinigte Index der Geschäftserwartungen stieg gegenüber dem Vormonat um 2,3 Prozent auf 87,8 Punkte. Damit liegt der Wert dennoch 10,6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. 5 Prozent der Unternehmen erwarten eine bessere Geschäftslage, 22 Prozent rechnen mit einer Eintrübung. 73 Prozent der Befragten gehen von einer gleichbleibenden Geschäftsentwicklung in den nächsten sechs Monaten aus. Der daraus resultierende saisonbereinigte Saldo verbesserte sich auf -31 Prozentpunkte, nachdem er im Vormonat noch -34 Prozentpunkte betragen hatte. Die Erwartungen an die Entwicklung der Verkaufspreise für die nächsten drei Monate zeigen, dass 22 Prozent der befragten Unternehmen von steigenden Preisen ausgehen, 72 Prozent von gleichbleibenden und nur 6 Prozent von sinkenden Preisen.