Tarifrunde Druckindustrie 2026: Standort Deutschland sichern, Perspektiven schaffen!
Gleichzeitig verschärft sich der internationale Wettbewerb. Druckprodukte werden zunehmend in Ländern mit deutlich niedrigeren Produktionskosten hergestellt. "Die Unternehmen der Druckindustrie leiden unter der schwachen Auftragslage. Weder Wachstum noch konjunkturelle Erholung sind in Sicht. Damit fehlt den Unternehmen der notwendige Spielraum für zusätzliche Belastungen," erklärt Dr. Klemens Berktold, Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite und Geschäftsführer FUNKE Druckzentrum Niedersachsen GmbH.
Die Forderung der Gewerkschaft nach Lohn- und Gehaltserhöhungen um 7 Prozent zum 1. August 2026 bei einer Laufzeit von zwölf Monaten ist aus Sicht der Arbeitgeber angesichts der wirtschaftlichen Situation vieler Druckereien nicht finanzierbar.
"Eine derartige Erhöhung der Arbeitskosten würde die Situation vieler Betriebe spürbar verschärfen, Investitionen bremsen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland schwächen. "Wir als Tarifpartner müssen unserer Verantwortung gerecht werden. Die Druckindustrie braucht jetzt keine ritualisierte Tarifauseinandersetzung, sondern einen konstruktiven Dialog, der realistische Perspektiven für unsere Branche sichert." betont Dr. Klemens Berktold mit Blick auf die Tarifverhandlungen.