
BVDM-Konjunkturtelegramm: Deutsche Druck- und Medienindustrie
Der saison- und kalenderbereinigte Geschäftslageindex verzeichnete im Juli 2026 keine nennenswerte Veränderung gegenüber dem Vormonat und notierte mit 90,3 Punkten rund 3,6 Prozent über dem entsprechenden Vorjahresniveau. Diese Entwicklung ist auf eine fast unveränderte Lagebewertung der Unternehmen zurückzuführen. 7 Prozent der befragten Betriebe schätzten ihre aktuelle Geschäftslage als positiv ein, 25 Prozent bewerteten sie als negativ, während 68 Prozent von einer befriedigenden Lage ausgingen. Der saisonbereinigte Saldo blieb unverändert bei -13.
Die Beurteilung des Auftragsbestands hat sich im Juli wieder verschlechtert: 7 Prozent der befragten Unternehmen bewerten ihren Auftragsbestand positiv, 55 Prozent befriedigend und 38 Prozent negativ. Der sich ergebende Saldo von -31 Prozentpunkten stellt dennoch eine Verbesserung zum Saldo des Vorjahres-monats von -36 Prozentpunkten dar. Dies wirkt sich auch auf die Kapazitätsauslastung der Druck- und Medienbetriebe im Juli aus. Diese ist mit 71,8 Prozent genau 3 Prozentpunkte unterhalb des Wertes des Vorjahresmonat. Nur die Auslastung im April 2020, während Corona, lag unter diesem Wert. 58 Prozent der befragten Unternehmen klagen über Produktionsbehinderungen, wovon Auftragsmangel mit 46 Prozent der Nennungen auf Platz 1 steht, gefolgt vom Fachkräftemangel mit 23 Prozent der Nennungen. All dies unterstreicht die weiterhin angespannte Geschäfts- und Auftragslage.
Die Geschäftserwartungen der Unternehmen der Druck- und Medienindustrie für die kommenden sechs Monate fallen im Juli 2026 wieder pessimistischer aus. Der saisonbereinigte Index der Geschäftserwartungen fiel gegenüber dem Vormonat um 2,9 Prozent auf 85,3 Punkte. Damit liegt der Wert 7,2 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. 7 Prozent der Unternehmen erwarten eine bessere Geschäftslage, 33 Prozent rechnen mit einer Eintrübung. 60 Prozent der Befragten gehen von einer gleichbleibenden Geschäftsentwicklung in den nächsten sechs Monaten aus. Der daraus resultierende saisonbereinigte Saldo verschlechterte sich auf -35 Prozentpunkte, nachdem er im Vormonat noch -30 Prozentpunkte betragen hatte.