Tarifrunde Druckindustrie: ver.di lehnt Arbeitgeberangebot ab
Der BVDM verfolgt das Ziel, einen für die Unternehmen tragbaren Tarifabschluss zu erreichen und hat ver.di heute einen Vorschlag für eine Einigung gemacht. Das Arbeitgeberangebot sieht zwei lineare Lohnerhöhungen vor: um 1,6 Prozent zum 1. Januar 2027 und um 0,9 Prozent zum 1. Januar 2028 bei einer Laufzeit von 24 Monaten.
Dass ver.di diesen Vorschlag als unzureichend zurückgewiesen hat, ist bedauerlich, ändert aber an den wirtschaftlichen Realitäten nichts. "Unser Angebot ist ein ernsthafter Schritt auf dem Weg zu einem tragfähigen Tarifabschluss. Jetzt kommt es darauf an, miteinander konstruktiv an einer Einigung weiterzuarbeiten statt Positionen zu verhärten. Tarifsteigerungen sind nur in dem Umfang möglich, den die Betriebe auch erwirtschaften können. Am Ende braucht es eine Lösung, die von den Unternehmen finanzierbar ist und von beiden Seiten akzeptiert werden kann," fasst der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Dr. Klemens Berktold, die Position der BVDM-Verhandlungskommission zusammen.
Die Verhandlungen wurden auf den 7. September 2026 in Hamburg vertagt.