
BVDM-Konjunkturtelegramm: Deutsche Druck- und Medienindustrie
Der saison- und kalenderbereinigte Geschäftslageindex verzeichnete im August 2026 nur eine minimale Veränderung von -0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat und notierte mit 90,3 Punkten rund 6,7 Prozent über dem entsprechenden Vorjahresniveau. Diese Entwicklung ist auf eine fast unveränderte Lagebewertung der Unternehmen zurückzuführen. Keines der befragten Unternehmen schätzte seine aktuelle Geschäftslage als positiv ein, 15 Prozent bewerteten sie als negativ, während 85 Prozent von einer befriedigenden Lage ausgingen. Der saisonbereinigte Saldo blieb unverändert bei -13 Prozentpunkten.
Die Beurteilung des Auftragsbestands hat sich im August hingegen verbessert: 7 Prozent der befragten Unternehmen bewerten ihren Auftragsbestand positiv, 67 Prozent befriedigend und 26 Prozent negativ. Der sich ergebende Saldo von -19 Prozentpunkten stellt dennoch eine Verbesserung zum Saldo des Vorjahresmonats von -42 Prozentpunkten dar. Diese Entwicklung kann man auch bei der Frage nach der Entwicklung der Nachfragesituation im Vergleich zum Vormonat beobachten. 12 Prozent der befragten Betriebe gaben an, dass sich die Situation verbessert hat, während 13 Prozent eine Verschlechterung sahen. 75 Prozent beurteilten die Nachfragesituation als unverändert. Der daraus resultierende Saldo von -1 Prozentpunkt ist deutlich besser als im Vorjahresmonat mit -12 Prozentpunkten. Trotz dieser Verbesserungen bleibt die gesamte Geschäfts- und Auftragslage weiterhin angespannt.
Die Geschäftserwartungen der Unternehmen der Druck- und Medienindustrie für die kommenden sechs Monate fallen im August 2026 deutlich optimistischer aus. Der saisonbereinigte Index der Geschäftserwartungen stieg gegenüber dem Vor-monat um 20,8 Prozent auf 103,9 Punkte. Damit liegt der Wert 25,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. 27 Prozent der Unternehmen erwarten eine bessere Geschäftslage, 18 Prozent rechnen mit einer Eintrübung. 55 Prozent der Befragten gehen von einer gleichbleibenden Geschäftsentwicklung in den nächsten sechs Monaten aus. Der daraus resultierende saisonbereinigte Saldo verbesserte sich auf + 1 Prozentpunkt, nachdem er im Vormonat noch -34 Prozentpunkte betragen hatte. Der nicht saisonbereinigte Saldo liegt sogar bei 9 Prozentpunkten. Damit sind beide Salden erstmal seit August 2024 wieder im positiven Bereich.