
BVDM-Konjunkturtelegramm: Deutsche Druck- und Medienindustrie
Der saison- und kalenderbereinigte Geschäftslageindex sank im September 2026 gegenüber dem Vormonat um 2,0 Prozent auf 88,2 Punkte, lag jedoch im Vergleich zum Vorjahresmonat 3,2 Prozent höher. Von den befragten Unternehmen bewerteten 3 Prozent ihre aktuelle Geschäftslage als gut, 75 Prozent als befriedigend und 22 Prozent als schlecht. Der saisonbereinigte Saldo verringerte sich auf −18 Prozentpunkte.
Auch der Auftragsbestand wurde im September ungünstiger beurteilt: 4 Prozent der befragten Unternehmen stuften ihn als gut, 59 Prozent als befriedigend und 37 Prozent als schlecht ein. Die Ertragslage, gemessen am Betriebsergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit, wurde dagegen etwas besser bewertet als im Vorjahresmonat. 3 Prozent der Unternehmen bewerteten ihre Ertragslage derzeit als gut, 57 Prozent als befriedigend und 40 Prozent als schlecht. Der daraus resultierende Saldo liegt mit -37 Punkten immer noch im negativen Bereich, auch wenn er besser ist als der Saldo des Vorjahresmonats (-51 Prozentpunkte). Somit bleiben die Geschäfts-, Auftrags-, und Ertragslage weiterhin angespannt.
Die Geschäftserwartungen der Unternehmen der Druck- und Medienindustrie für die kommenden sechs Monate konnten im September 2026 nicht an das Ergebnis des Vormonats anknüpfen und fallen wieder pessimistischer aus. Der saisonbereinigte Index der Geschäftserwartungen fiel gegenüber dem Vormonat um 9,2 Prozent auf 95,7 Punkte. Damit liegt der Wert aber immer noch 3,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. 8 Prozent der Unternehmen erwarten eine bessere Geschäftslage, 22 Prozent rechnen mit einer Eintrübung. 70 Prozent der Befragten gehen von einer gleichbleibenden Geschäftsentwicklung in den nächsten sechs Monaten aus. Der daraus resultierende saisonbereinigte Saldo verschlechterte sich auf -15 Prozentpunkte.